„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“: Aus dem Leben eines Lernbuddys

Mein Name ist Ilma Dzelilovic, ich bin 21 Jahre alt und studiere im 8. Semester Betriebswirtschaftslehre spezialisiert auf Service & Digital Marketing, sowie Consumer Research & Marketing Communication. Außerdem bin ich Lernbuddy – und möchte euch heute berichten, wie mir dieses Ehrenamt nicht nur ECTS-Punkte einbringt 😉 sondern auch Vorteile für die persönliche und berufliche Entwicklung verschafft.

WU Blog: Bist du derzeit berufstätig?

Ilma Dzelilovic: Ja, mir war es sehr wichtig, bereits einhergehend mit dem Beginn meines Studiums nebenbei arbeiten zu gehen, um Praxis zu sammeln, so früh wie möglich auf eigenen Beinen zu stehen und natürlich, um mir das Studentenleben bzw. das Studium finanzieren zu können. Derzeit bin ich bei der Wiener Börse in der Vorstandsassistenz Teilzeit tätig.

WU Blog: Du bist neben Arbeit und Studium auch Lernbuddy bei Volunteering@WU. Wie bist du zum Lernbuddy-Programm gekommen?

Ilma Dzelilovic: Ich habe bereits vor einigen Jahren nach geeigneten Möglichkeit gesucht, um mich ehrenamtlich engagieren zu können. Leider bin lange nicht fündig geworden, da nur wenige Organisationen gut kombinierbar mit dem Studium, der Arbeit und meinem Privatleben sind. Durch eine Studienkollegin hörte ich vor ca. zwei Jahren zum ersten Mal vom Lernbuddy-Programm. Tatsächlich habe ich länger überlegt, bevor ich mich schlussendlich als Lernbuddy bei Volunteering@WU beworben habe. Nun bin ich seit September dabei und sehr glücklich über meine Entscheidung. Meine Angst hinsichtlich massiver Terminkollisionen hat sich schnell gelegt, denn es ist alles nur eine Frage des Zeitmanagements und das Lernbuddy-Programm ist am Unisemester ausgerichtet, was auch sehr hilfreich ist.

WU Blog: Wie bekommst du Uni, Arbeit und soziales Engagement unter einen Hut?

Ilma Dzelilovic: Keine Frage, es ist nicht immer einfach. Aber wie sagt man so schön: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg – dies lässt sich meiner Meinung nach auf sämtliche Lebensbereiche umlegen. Ich teile mir die Unikurse üblicherweise vormittags ein und fahre meist gleich danach am frühen Nachmittag ins Büro, dies dreimal pro Woche. Einmal pro Woche bin ich dann als Lernbuddy bei meinem Mädchen im Haus Daria für ca. zwei Stunden.

WU Blog: Welche Erfahrungen hast du als Lernbuddy gemacht? Was bringen dir diese Erfahrungen für dein Berufsleben?

Ilma Dzelilovic: Ich bin viel ruhiger und geduldiger, insgesamt viel stressresistenter. Ich habe definitiv gelernt, bei auftretenden Problemen trotzdem einen kühlen Kopf zu bewahren. Außerdem schätze ich die kleinen Dinge des Lebens viel mehr. Am Anfang habe ich den Fokus mit meinem Mädchen auf die Beziehungsebene gelegt. Gerade in dieser Zeit habe ich unglaublich viel gelernt – von dem Lieblingsessen und dem Lieblingsbuch bis hin zur Einwanderungsgeschichte ihrer Familie. Umgekehrt konnte auch ich meine Lebenserfahrung und Geschichten mit ihr teilen. Daraus ist mittlerweile eine Freundschaft entstanden.

WU Blog: Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Ilma Dzelilovic: Ich möchte nicht zu weit nach vorne denken, da mich das Leben schon gelehrt hat, dass sich in kurzer Zeit viel verändern kann. Ich gehe meinen Weg lieber Schritt für Schritt. Konkret heißt das für mich: Alle Kurse dieses Semester und die ISU Nordic 2018 in Helsinki erfolgreich absolvieren, nächstes Semester mein Bachelorstudium abschließen und danach würde ich gerne unter anderem noch mehr Praxiserfahrung sammeln und ins Ausland gehen, sowie einen Master beginnen. Aber wie schon gesagt, eins nach dem anderen.


Du willst auch Lernbuddy werden?

Alle Informationen rund um das Lernbuddy-Programm gibt’s beim Infoabend am 15. Mai 2018 (17.30 Uhr) im TC.5.14. Um Anmeldung wird gebeten!

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