Ein Sommer in St. Petersburg

Die WU bietet im Rahmen der Internationalen Sommeruniversitäten den Studierenden eine Vielzahl an Möglichkeiten, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und so den eigenen Horizont zu erweitern. Neben dem Kontakt mit Studenten aus einer fremden Kultur bereichert die internationale Erfahrung aber auch die Studenten insofern, als es eine einzigartige Möglichkeit ist, Erfahrungen in einem anderen akademischen Umfeld zu machen. Das Arbeiten in interkulturellen Teams stellt zudem eine Schlüsselqualifikation für eine spätere Karriere in global aufgestellten Organisationen dar.

Nach meinem Auslandssemester in den Vereinigten Staaten wollte ich etwas Neues wagen und habe deshalb den Entschluss gefasst mich für eine Sommeruniversität in einer Region zu bewerben, die ich zuvor noch nicht bereist hatte. Die Stadt St. Petersburg mit ihren prachtvollen Bauten und der russischen Seele erschien mir daher als ideale Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln.

Angekommen in St. Petersburg wusste ich, dass meine Entscheidung die richtige war. Die Stadt, die man auch „Venedig des Nordens“ nennt, wird ihrem Namen in jeder Hinsicht gerecht. Prunkvolle Bauten aus der Zeit der Zaren zieren das Stadtbild und verleihen der Stadt eine einzigartige Atmosphäre. Unser Hotel lag direkt am Prachtboulevard der Stadt und so hatten wir die Möglichkeit die Stadt in ihrem Facettenreichtum im Laufe der Zeit Stück für Stück zu erkunden.

3 Wochen im „Venedig des Nordens“

Die Graduate School of Management – St. Petersburg erreichten wir in ca. 35 Minuten mit dem Bus. Dort hatten wir unter der Woche jeden Vormittag Vorlesungen und konnten so den theoretischen Hintergrund zu unserem Praxisprojekt im wissenschaftlichen Teilgebiet „Employer Branding“ herstellen. Abwechselnd wurden wir von Professoren der WU und der St. Petersburger Universität unterrichtet und bekamen so ein breit gefächertes Bild zum Thema vermittelt.

In Kooperation mit dem Unternehmen Unilever erarbeiteten wir anschließend in interkulturellen Teams eine Strategie für das Unternehmen um in Zukunft hochqualifizierte Ingenieure der technischen Universitäten des Landes für das Unternehmen begeistern zu können. Hierbei war es eine besondere Erfahrung zu sehen, wie unsere russischen Mitstudierenden eine ganz andere Herangehensweise an die Arbeit hatten und Differenzen, die es an der WU nicht gegeben hätte, erst einmal überbrückt werden mussten. Gleichzeitig profitierten wir in Bezug auf die Projektarbeit stark von unterschiedlichen Erfahrungen und Sichtweisen der jeweiligen Teammitglieder und konnten dadurch am Ende ein sehr gelungenes Ergebnis einreichen.

Interkulturelle Verständigung inklusive

Neben der Projektarbeit verbrachten wir zudem viel Zeit mit unseren neuen Freunden aus St. Petersburg. Neben zwei interkulturellen Abenden, an denen wir uns gegenseitig die Kultur des jeweils anderen Landes näherbrachten, hatten wir die Gelegenheit das Nachtleben der Stadt zu erkunden, was eine Menge Spaß mit sich brachte. Zudem waren gemeinsame Ausflüge geplant wie z.B. der Besuch von Peterhof, der Sommerresidenz des Zaren oder die Aufführung des Balletts „Schwanensee“, was in der Heimatstadt des Balletts sicherlich einen ganz besonderen Reiz darstellt.

Im Nachtzug nach Moskau

Da wir an den Wochenenden frei hatten, konnten diejenigen, die sich ihre Arbeit gut eingeteilt hatten, selber ihre Freizeitaktivitäten planen. Mit einer Gruppe von fünf Leuten beschlossen wir nach Moskau zu fahren: wer weiß schon, wann sich solch eine Gelegenheit wieder ergibt? Mit dem Nachtzug in der dritten Klasse hatten wir die Gelegenheit eines echten russischen Erlebnisses. In dünne Decken eingekuschelt, tuckerten wir über die russischen Weiten nach Moskau. Nach einem anstrengenden, aber sehr lustigen Wochenende in Moskau kehrten wir dann Sonntagabend mit dem Schnellzug zurück.

Die Sommeruniversität in St. Petersburg stellte für mich eine einzigartige Kombination aus interkultureller Erfahrung, der Erkundung eines mir zuvor unbekannten Landes, der Möglichkeit neue Freundschaften zu knüpfen, in einem neuen akademischen Umfeld zu arbeiten sowie einer Menge Spaß dar. Im Nachhinein kann ich sagen, dass sich eine Reise dorthin auf jeden Fall lohnt und ich jederzeit wieder dorthin fahren würde.


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Verpasse nicht die Anmeldefrist: 05.März 2018 um 14:00 Uhr bis 13.März 2018 um 12:00 Uhr mittags! Alle Infos zur Internationalen Sommeruniversität findest du hier.

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