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Nachhaltigkeit an der WU: Streiten lohnt sich

Nein, auch wenn das Bild etwas anderes suggerieren könnte: Wir sind nicht „nachhaltigkeitsreligiös“ unterwegs. Im Gegenteil: Nachhaltigkeit ist für uns ein umstrittenes Konzept, und deshalb lohnt sich der Streit darüber. Dazu laden wir leidenschaftliche Rednerinnen und Redner ein – im Bild sehen wir Niko Paech. Der Professor aus Oldenburg war Stargast der sechsten WU-NachhaltigkeitsKontroverse. Nach seinem Vortrag gab es eine intensive Diskussion über Wachstum, Postwachstum und zukunftsfähiges Wirtschaften. Auch der „Standard“ berichtete darüber unter der Überschrift „Radikale Wachstumskritik vor vielen Zuhörern“.

Das WU-Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit organisiert aber nicht nur die NachhaltigkeitsKontroversen, sondern – gemeinsam mit Kooperationspartnern wie der BOKU, der Bank Austria oder der Katholischen Sozialakademie – die Reihen „Tiefenbohrungen“ und „Wirtschaft trifft Umwelt“. Außerdem gibt es immer wieder kleinere Events zu Themen wie Energie oder Degrowth. Und bisher ist es in jedem Jahr gelungen, ein Großevent an die WU zu holen, zum Beispiel 2014 den Österreichischen CSR-Tag. Ein weiteres steht im kommenden Februar an – dann findet die dritte internationale Konferenz der Initiative „Wachstum im Wandel“ an der WU statt.

Diese Form des Wissensaustausches gehört zu den Kernaufgaben des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit – und damit nicht zuletzt die Vermittlung dessen, was man „sustainability literacy“ nennen könnte. Im Rahmen dieses Wissensaustausches finden zahlreiche Veranstaltungen statt, an denen mittlerweile über 5.000 (!) Menschen teilgenommen haben und bei denen Persönlichkeiten wie Beate Littig, Helga Kromp-Kolb, Heinz Kurz, Dennis Meadows, Robert Pfaller und Harald Welzer zu Wort kommen.

Es sprechen und diskutieren aber nicht nur „Promis“. Immer geht es auch um die Diskussion mit den Gästen und darum, den Diskurs vom Podium ins Publikum zu ziehen. Und: Seit einiger Zeit sitzt bei den NachhaltigkeitsKontroversen regelmäßig auch eine Studentin oder ein Student mit am Podium. Das hat sich (vom positiven Qualifikationseffekt für die Betroffenen abgesehen) bestens bewährt, denn Lernen ist nie eine Einbahnstraße: Studierende bringen frischen Wind und neue Perspektiven in die Diskussionen, und das braucht die Nachhaltigkeit dringend.

Mittlerweile hat sich die WU als Ort des Diskurses zu Nachhaltigkeitsfragen etabliert. Der Campus ist heute eine sehr gute Adresse für Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung und für Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht mit langweiligem Nachhaltigkeits-Blabla zufriedengeben, sondern sich an Diskussionen beteiligen wollen, die zur Sache gehen.

#Nachhaltigkeit #Wissenschaft

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