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Bekenntnis der WU zur Nachhaltigkeit wird mit Leben erfüllt

„Rethink Economy“ – dieses neue Motto der WU heißt nicht, dass alles anders werden muss. Aber es heißt, dass vieles überdacht werden muss, was die Wirtschaft und die Wissenschaft von der Wirtschaft angeht. Die Finanzkrise, der Klimawandel, globale Entwicklungsfragen – all das fordert dazu auf, Wirtschaft neu zu denken. Die Gesellschaft erwartet das von uns: Sie will von einer Universität, dass sie über Lösungen für sozioökonomische und ökologische Probleme forscht und die Ergebnisse dieser Forschung an ihre Studierenden weitergibt.

Wichtige Stichworte in diesem Zusammenhang sind Innovationsforschung, Demographie, Informationsökonomie oder die Zukunft der Finanzindustrie. Ein weiterer zentraler Begriff ist die Nachhaltigkeit. Nachhaltige Entwicklung ist heute ein akzeptiertes gesellschaftliches Leitbild, das für das Handeln von Staaten, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern und auch von Hochschulen große Bedeutung hat. Auch die WU bekennt sich zu diesem Leitbild. Sowohl in unserem Entwicklungsplan als auch in der Leistungsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ist festgehalten, dass wir der Nachhaltigkeit in Zukunft besondere Aufmerksamkeit widmen werden.

Wichtiger Aspekt in Forschung und Lehre

Wie in jeder Organisation entscheidet sich im „Kerngeschäft“, ob Nachhaltigkeit authentisch und glaubwürdig ist. Im Falle einer Universität sind das Lehre und Forschung. Was Studierende an der WU lernen, was sie „mitnehmen“, wie breit ihr Horizont nach dem Studium ist – all das sind Themen, die für die Nachhaltigkeit an der WU von entscheidender Bedeutung sind. Wie an jeder Universität basiert Lehre auch an der WU auf Forschung. Nur wo exzellente Nachhaltigkeitsforschung stattfindet, kann Nachhaltigkeit auch in der Lehre auf höchstem Niveau vermittelt werden. Die Voraussetzungen dafür an der WU sind gut: Bereits jetzt spielt das Thema in Lehre und Forschung eine wichtige Rolle.

Ökologische Ökonomik, Unternehmensverantwortung, Governance, Logistik – all das sind Stichworte, zu denen an der WU bereits aktiv zu Nachhaltigkeitsthemen geforscht wird. Die Weiterentwicklung dieses Bereiches wollen wir fördern. Das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit hat für Anfang Dezember einen Workshop organisiert, bei dem es um „Nachhaltigkeitsbezogene Forschung an der WU“ geht. Die Veranstaltung richtet sich an alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der WU und verfolgt mehrere Ziele: gegenseitiges Kennenlernen, Gedankenaustausch, Sammlung bereits bestehender Nachhaltigkeits-Aktivitäten, bessere Vernetzung dieser Aktivitäten sowie das Ausloten des Potenzials gemeinsamer nachhaltigkeitsbezogenen Forschungsaktivitäten. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich auch an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die (noch) nicht zu Nachhaltigkeitsthemen forschen, aber ein Interesse an einem der vielen Forschungsbereiche mit einem Bezug zur Nachhaltigkeit haben oder den Nachhaltigkeitsaspekt stärker in Ihre Forschungsaktivitäten integrieren möchten. Auf diesem Event aufbauend wird es Anfang 2014 einen weiteren vertiefenden Workshop zum Thema geben.

Interdisziplinär & innovativ

Auch in der Lehre tut sich bereits einiges. Zwei Beispiele: Die Lehrveranstaltung „Zukunftsfähiges Wirtschaften I“ macht Studierende mit grundlegenden Fragen der Nachhaltigkeit vertraut. Hier hatten wir allein im vergangenen Sommersemester über 2.800 Studierende, die diesen Kurs abgeschlossen haben. Die vertiefende Lehrveranstaltung „Zukunftsfähiges Wirtschaften II“ haben in den letzten Semestern je etwa 800 Studierende besucht. Und: Mit dem Programm „Socio-Ecological Economics and Policy“ bieten wir einen innovativen Masterstudiengang zum Thema Nachhaltigkeit an. Dieses interdisziplinäre Programm lehrt Studierende, soziale, ökologische und ökonomische Problemstellungen und Krisenerscheinungen mit ihren Interdependenzen zu analysieren. Studierende werden befähigt, unterschiedliche Theorieansätze und Disziplinen für die Analyse und Bearbeitung relevanter Zukunftsfragen anzuwenden. In Zusammenarbeit mit engagierten Studierenden erstellt das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit gerade eine Liste mit weiteren zahlreichen Lehrangeboten, in denen das Nachhaltigkeitsthema eine Rolle spielt.

Sie sehen: Die WU bekennt sich nicht nur zur Nachhaltigkeit – sie setzt auch klare Aktionen, um dieses Bekenntnis mit Leben zu erfüllen. Auch hier gilt der Satz von Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

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