Hast Du eine Idee für eine nachhaltige Zukunft?

Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit und ökonomische Konflikte – um die Welt ist es nicht gut bestellt. Doch wie können wir das ändern? Das fragen sich jedes Jahr Studierende der WU, Uni Wien, TU und der BoKu und nehmen gemeinsam an der Sustainability Challenge teil. Einige dieser nachhaltigen Projekte haben wir euch in den vergangenen Monaten schon vorgestellt: Etwa den sozialen Lieferservice „Michl bringt’s“ oder das Mut-Map. Nun beginnt erneut die Suche nach den besten nachhaltigen Ideen für die Zukunft. WU Alumna Gordana Maric hat sich der Herausforderung gestellt – hast auch Du eine Idee?

Für mich war es immer schon wichtig einschätzen zu können, wie ich mit meinem während des Studiums erworbenen Wissen umgehen kann und auf welche Art es zum Einsatz kommt. Bin ich eher eine Systemdenkerin? Ein kreativer Kopf? Liegt mir ein strukturiertes Vorgehen? Als ich auf die Sustainability Challenge gestoßen bin, hatte ich das Gefühl, Antworten auf diese Fragen finden zu können. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung arbeitet man entweder zusammen mit Praxispartnern an einem konkreten Projekt (Service Learning Track) oder es werden eigene Ideen umgesetzt (Start-up Track). Das heißt, man bekommt die Gelegenheit, die eigenen Fähigkeiten im Austausch mit unterschiedlichen beteiligten Personen auszutesten und individuellen Vorstellungen freien Lauf zu lassen. Außerdem werden Zukunftsthemen behandelt, die sowohl ökologische als auch ökonomische und soziale Aspekte vereinen und damit aktuelle Herausforderungen erlebbar machen.

Selbsterfahrung und Praxisnähe

All dies ließ mich nicht lange zweifeln und so habe ich mich letztes Jahr für die Sustainability Challenge beworben. Ich habe mich für den Service Learning Track entschieden und zusammen mit Alexandra Friedl, Fionn Herold, Stefanie Perl und Wolfgang Thalervier KollegInnen aus den unterschiedlichsten Studienrichtungen – an einem Projekt für Austria Glas Recycling gearbeitet. Es ging darum, den Mehrwert der Leistungen des österreichischen Glasrecyclingsystems herauszufiltern und zu kommunizieren. Unsere Ergebnisse waren zum einen ein ausgearbeiteter Ideenkatalog, der jene Bereiche behandelt, die wir parallel zum Kerngeschäft von Austria Glas Recycling als wesentlich für das gesamte System ansehen. Zum anderen haben wir einen eigenen Workshop gestaltet und hatten dort die Gelegenheit, unseren Input weiterzugeben und uns neue Impulse einzuholen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Projektergebnisse zeigen zwar, was in diesen zwei Semestern konkret erreicht wurde, aber dazwischen liegen sehr viele Einzelschritte und Erfahrungen, die für Außenstehende unbemerkt oder unausgesprochen bleiben. Ich habe im Laufe der Projektarbeit nicht nur die Gelegenheit gehabt, individuell an einer Aufgabenstellung zu werkeln, sondern konnte auch sehen, wie sich das in der Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Team zeigt. Wir fünf sind uns in diesen zwei Semestern sowohl auf einer fachlichen als auch auf einer persönlichen Ebene begegnet und haben dadurch gelernt, dass Spaß und Ehrgeiz sehr wohl ein unschlagbares Duo sind. Ebenso war es interessant zu beobachten, wie unsere Projektpartner auf die einzelnen Arbeitsschritte reagieren und wie sie uns wahrnehmen. Den Besprechungsraum eines Unternehmens von innen zu sehen und dort vortragen zu dürfen hatte schon einen eigenen Reiz.

Gerade wenn es um aktuelle Zukunftsthemen geht, wie sie in der Sustainability Challenge behandelt werden, finde ich es wichtig, den eigenen Blick zu schärfen und sich in Austausch mit anderen zu begeben. Das öffnet neue Perspektiven und stärkt das eigene Empfinden für neue Herausforderungen. In diesem Sinne kann ich eine Teilnahme nur empfehlen!

Interessiert?

Sustainability Challenge. JETZT BEWERBEN BIS 7.7.2017

60 Studierende. 4 Universitäten. 1 Ziel.

Die interdisziplinäre Lehrveranstaltung zu “Nachhaltiger Entwicklung“ mit dem Themenschwerpunkt „Nachhaltigkeit findet Stadt. Die SDGs als Chance für urbanen Wandel?“

Die Sustainability Challenge dauert zwei Semester (WS 17/18 und SS 18) und beginnt im Oktober 2017. Zwei Tracks werden angeboten: Service Learning und Start-up. Beim Service Learning arbeiten Studierende zusammen mit Unternehmen (u.a. Bank Austria, Spar, Verbund) an konkreten Nachhaltigkeitsprojekten. Im Start-up Track werden Studierende dabei unterstützt, ihre eigene unternehmerische Idee für eine zukunftsfähige Stadt zu verwirklichen. Den theoretischen Input dazu liefern die vier teilnehmenden Universitäten: in Einheiten an WU, BOKU, TU und Uni Wien beschäftigen sich Lehrende aller Universitäten mit Fragen zu ökologischer Ökonomie, Klimawandel, nachhaltigem Bauen und sozial-ökologischen Politiken.

Studierende aller Studienrichtungen sind herzlich eingeladen, sich bis zum 7.7. 2017 zu bewerben!

#sustainabilitychallenge #nachhaltigkeit

1  Kommentar

  1. Interdisziplinäre Zusammenarbeit öffnet einen breiteren “Horizont“.verschiedenste sichtweisen auf ein und dasselbe Thema eroeffnen sich.

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