Vom Heurigen-Besuch zum Top Start Up

Die Geschichte von ready2order begann wie ein typisches Start Up. Mit der Motivation, innovative Lösungen für Probleme zu entwickeln, begannen die beiden Gründer Christopher Fuchs und Markus Tscheik, die zu dieser Zeit noch am Anfang ihres Informatikstudiums standen, ready2order aufzubauen. Mit der Hilfe des WU-Absolventen Markus Bernhart schafften sie es, dass ihr System vom engagierten, aber wirtschaftlich ausbaufähigen Start up zu einem erfolgreichen Unternehmen mit Sitz in Wien avancierte.

Jedoch zurück zum Anfang. 2012, lang vor der Registrierkassenpflicht, besuchten die beiden Gründer den Heurigen eines befreundeten Wirtes in ihrer Nachbarschaft. Der Heurigen-Wirt stand vor der teuren Anschaffung einer Kasse, die für ihn nicht leistbar war. Denn zu dieser Zeit waren Kassen meist noch teure Spezialgeräte. „Wir waren erstaunt zu erfahren, dass es im Jahr 2012, wo jeder normale Bürger schon ein Smartphone, Notebook oder Tablet in Verwendung hatte, kein innovatives Kassensystem gab“, erinnert sich Christopher Fuchs an die Anfänge. Sie beschlossen, dass das auch günstiger gehen müsste und kamen auf eine einfache Lösung. Einige Monate später war es dann soweit.

App Kassensystem mit Pfiff

Die jungen Entrepreneure entwickelten als Programmierer eine Cloud Lösung, bei der man nicht viel mehr als ein funktionierendes Betriebssystem und ein Netzwerkkabel benötigt. Die Kassen-App sollte ja leicht zu bedienen und zu installieren sein. Somit wurde das ready2order Kassensystem geboren, eine günstige und leicht zu bedienende Alternative zu den konventionellen und teuren Kassen. In der Anfangsphase des Start ups wurden vor allem kleine Betriebe aus dem näheren Umfeld der Studenten mit dem Kassensystem ausgestattet.

Langsam sprach sich die praktische Kassenlösung herum und es kamen immer mehr Kunden hinzu. „Die Kassenlösung sollte in einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis den Bedürfnissen der Kunden entsprechen und ihren Unternehmensalltag erleichtern. Neue Kunden bedeuten jedoch auch neue Anforderungen an die Software“, erläutert Markus Tscheik.

Diese Erwartungen zu erfüllen war für das Zwei-Mann-Unternehmen jedoch nicht immer einfach. Trotz des rasanten Wachstums schafften sie es Schritt zu halten und entwickelten mit der Zeit viele weitere Funktionen. Je mehr die Nachfrage stieg, desto klarer wurde es den Gründern, dass ein gutes Produkt allein nicht reichte. Die Zeit war reif für den nächsten Schritt.

Ein Anruf, der alles verändert

Die Wende kam im Sommer 2015: Eine Zeitungsmeldung über die bevorstehende Registrierkassenpflicht in Österreich war der ausschlaggebende Punkt dafür, dass die A1 Telekom Austria den beiden Burgenländern direkt anbot, ihren Firmensitz auf den A1 Campus zu verlegen, um als strategischer Partner Teil dieses Hotspots mit neuen und innovativen Start-Ups zu werden.

Mit dem Umzug des Firmensitzes und der zunehmenden Nachfrage durch Kunden, war es für die Informatiker an der Zeit, sich Gedanken über die wirtschaftliche Zukunft zu machen. Eine GmbH wurde gegründet und der WU Absolvent Markus Bernhart als Geschäftsführer ins Boot geholt.

Für ihn war es schon während des Studiums klar, dass er später eigenständig tätig sein möchte. „Die WU hat mir geholfen das nötige Wissen dafür zu erlangen. Wir haben viel mit Buchhaltung zu tun. Dabei hilft mir mein Wissen aus der Spezialisierung Accounting besonders. Die Vorlesungen aus meiner Spezialisierung im Bereich Finance halfen mir enorm bei der Erstellung von Finanzplänen“, erklärt Bernhart im Interview. „Denn entgegen einer weit verbreiteten Auffassung zeigt sich, dass die Gründung eines Startups auch immer mit einem gewissen Maße an Bürokratie einhergeht. Das ist besonders am Anfang der Unternehmensgründung ein Thema, das gerne in Vergessenheit gerät. Viele Startups scheitern, weil sie es verpassen notwendige Strukturen und Prozesse einzuführen, die Innovation aber auch fördern.”

„Viele Startups scheitern, weil sie es verpassen notwendige Strukturen und Prozesse einzuführen, die Innovation aber auch fördern.“

“Der Mut dazu etwas neues zu schaffen und sich überherkömliche Ideen hinwegzusetzen liest sich jedoch einfacher, als es dann in der Praxis ist. Viele Startups brauchen oft Monate, bis die Bemühungen auch erste Früchte zeigen. Das darf einen aber nicht entmutigen“, sind sich Markus Tscheik, Christopher Fuchs und Markus Bernhart einig. “Das richtige Team ist das Um und Auf!” weiß Markus Bernhart. “Viele Gründer lernen sich im Studium kennen. Worauf es bei unserem Team jedoch ankommt ist, dass das Gründerteam aus Personen besteht, die einen unterschiedlichen Hintergrund haben. Dadurch können die Aufgaben im Unternehmen besser verteilt werden um Stärken und Schwächen besser zu ergänzen. Der Zusammenhalt im Gründerteam ist dabei entscheidend, um eine gute Basis zu schaffen, von der das Unternehmen aus wachsen kann und neue Mitarbeiter hinzukommen können.” Mindestens genauso wichtig sind aber auch Mut und ganz viel Motivation und Durchhaltevermögen.

Mut, Motivation und Durchhaltevermögen

Das Team war vereint, das Timing perfekt: Dank der unterschiedlichen Fähigkeiten der Gründer konnte das Start up, den Schritt vom Uniprojekt zum Unternehmen meistern: Das Team wuchs und wuchs, was ready2order heute zu dem Unternehmen macht, das es ist. Insgesamt mehr als 40 MitarbeiterInnen und eine geballte Ladung an Innovation, Motivation und Freude an dem, was jeden Tag geschaffen wird! Die ready2order Erfolgsgeschichte als Video 

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