Entwicklung der WU Partnerschaften in Afrika

Autor: Robin Heldt, International Office

In den letzten Jahren hat sich die WU Wien intensiv mit ihren Partnerschaften auf dem afrikanischen Kontinent auseinandergesetzt. Neben den bestehenden Kooperationen wurden im Jahr 2025 mit der University of Ghana und der University of Cape Coast zwei neue Universitäten in das Portfolio aufgenommen. Auch für 2026 ist eine Erweiterung der Partnerschaften in Afrika geplant, wobei insbesondere die Makerere University in Uganda sowie weitere Kooperationen im südlichen Afrika im Fokus stehen.

Mit diesen strategischen Aktivitäten positioniert sich die WU Wien weiter als international orientierte Universität in der Hochschullandschaft und erkennt das Entwicklungspotenzial sowie die Innovationskraft, die Afrika auszeichnet.

Um diese Bestrebungen erfolgreich umzusetzen, arbeiten verschiedene WU Einheiten und Expert*innen zusammen, unter anderem das International Office, das Competence Center for Emerging Markets & CEE, das Department für Wirtschaftskommunikation und der Dean for International Affairs. Univ. Prof. Dr. Jonas Puck, Dean for International Affairs, erläutert für den WU Blog, wie gemeinsame Aktivitäten der WU Wien gesteuert werden und welchen Einfluss die Partnerschaften in Afrika auf unsere Universität haben.

WU Blog: Herr Prof. Puck, als Dean for International Affairs beschäftigen Sie sich intensiv mit den internationalen Kooperationen und Partnerschaften der WU Wien. Welchen Impact haben die Partnerschaften in Afrika aus Ihrer Sicht für die internationale Ausrichtung unserer Universität?

Univ. Prof. Dr. Jonas Puck: Die Partnerschaften in Afrika leisten einen zentralen Beitrag zur internationalen Positionierung der WU Wien. Afrika ist ein Kontinent mit enormer Dynamik, starkem Bevölkerungswachstum und einer bedeutenden Rolle in zukünftigen globalen wirtschaftlichen Entwicklungen.

Durch Kooperationen mit renommierten afrikanischen Universitäten schaffen wir Zugang zu Regionen, die für Forschung, Lehre und gesellschaftliche Entwicklungen gleichermaßen relevant sind. Zudem ergänzen afrikanische Perspektiven unsere internationale WU Community und fördern insbesondere die Weiterentwicklung interkultureller Kompetenzen.

WU Blog: Welche strategischen Ziele verfolgt die WU Wien mit dem Ausbau der Partnerschaften in Afrika?

Jonas Puck: Wir wollen unser Standing als global vernetzte Universität weiter stärken und dabei Regionen einbinden, die für künftige weltwirtschaftliche Entwicklungen von Bedeutung sind. In Afrika geht es uns insbesondere um den Aufbau langfristiger und qualitativer Kooperationen. Wir sehen die WU Wien in diesem Kontext als Partnerin, die auf Augenhöhe zusammenarbeitet und Innovation sowie Capacity Building in Emerging and Developing Countries unterstützt. Im Gegenzug sind gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen in Afrika zugleich auch Impulse für Europa.

WU Blog: Was verspricht sich die WU Wien von einer geplanten Partnerschaft mit der Makerere University in Uganda? Und welche Bedeutung messen Sie dem Ausbau von Partnerschaften im südlichen Afrika bei?

Makerere University

Jonas Puck: Die geplante Partnerschaft mit der Makerere University in Uganda stellt für die WU Wien eine Erweiterung unserer bestehenden Kooperationen in Afrika dar. Als bekannte Institution in Ostafrika fügt sich die Makerere University nahtlos in das Gesamtbild unserer Partnerschaften ein und ermöglicht uns eine breitere geografische Abdeckung. Bei meinem Besuch vor Ort hatte ich die Gelegenheit, ein engagiertes Rektorat kennenzulernen und die Gegebenheiten vor Ort zu begutachten. Uganda ist ein dynamisches Land, in dem viel Optimismus und Antrieb spürbar sind. Diese neue Partnerschaft würde uns dabei helfen, Uganda und afrikanische Perspektiven besser zu verstehen.

Im Hinblick auf das südliche Afrika würden neue Partnerschaften in Ländern wie Botswana oder Namibia regional an unsere bestehenden Kooperationen in Südafrika anknüpfen. Die Sicherheitslage in diesen Regionen ist relativ stabil, was uns die Möglichkeit gibt, langfristige Kooperationen aufzubauen. Potenzielle Partnerinstitutionen werden im Vorfeld vom International Office sorgfältig geprüft.

WU Blog: Wenn die WU Wien neue Partnerschaften eingeht, geschieht dies nach einem ganzheitlichen Ansatz. Welche Bedeutung haben die Kooperationen auf dem afrikanischen Kontinent für Angehörige der WU?

Jonas Puck: Partnerschaften haben einen positiven Einfluss auf die WU Community. Studierende profitieren von neuen Austauschprogrammen, Forschende erhalten Zugang zu neuen Kooperationen und Themenfeldern, und auch administrative Einheiten können internationale Best Practices austauschen und Perspektiven erweitern.

Beim Aufbau neuer Kooperationen verfolgen wir an der WU einen interdisziplinären und bereichsübergreifenden Ansatz. So stellen wir sicher, dass die Partnerschaften in Afrika einen Mehrwert für die gesamte Universität bieten.

Als Dean for International Affairs übernehme ich die strategische Steuerung und bringe Perspektiven aus der WU Faculty, den verschiedenen Departments und Akteuren wie dem Competence Center for Emerging Markets & CEE zusammen. Das International Office steht beratend zur Seite und hilft dabei, den vertraglichen und organisatorischen Rahmen abzustecken sowie potenzielle Partneruniversitäten zu identifizieren.

Key Facts zu den WU-Partnerschaften in Afrika

  • Die WU Wien pflegt aktive Partnerschaften in Marokko, Ägypten, Ghana, Kenia und Südafrika (Stand Februar 2026).
  • Afrikanische Staaten gewinnen als Emerging and Developing Countries zunehmend an Bedeutung im globalen Handelsgefüge.
  • Kooperationen mit afrikanischen Universitäten eröffnen Chancen für Austausch, Innovation und gemeinsame Entwicklung auf beiden Seiten.