Bist Du ein Changemaker?

Das Changemaker Programm ist ein neues, extra-curriculares Lehrprogramm für alle WU Studierenden, die sich mit dem Thema  Entrepreneurship beschäftigen und aktiv gestalten wollen. Studierende erlangen durch das Programm 21st-century Skills und Kompetenzen im Bereich Entrepreneurship, schaffen Impact und bauen sich ein Netzwerk zu Entrepreneuren auf. Zudem können sie sich dadurch 4 ECTS Punkte im Rahmen von freien Wahlfächern anrechnen lassen. Changemaker startet für alle Interessierten und auch für bereits angemeldete Programmteilnehmende mit dem Kick-off – dem Changemaker Chat –  am Montag, den 11.12.2017 um 14 Uhr. Um einen Ausblick auf die Chat-Themen zu geben, haben wir den SpeakerInnen vorab ein paar Fragen gestellt. 

Prof. Nikolaus Franke (Vorstand Institute for Entrepreneurship and Innovation)

WU Blog: Welche Rolle spielt Entrepreneurship Education an der WU? Wie sehen die Ausbildungsmöglichkeiten hierzu aus?

Nikolaus Franke: Die WU macht Entrepreneurship- Angebote für alle Zielgruppen: im Bachelor haben wir eine Spezialisierung zu Entrepreneurship und Innovation und wer das anschließend vertiefen möchte, kann den SIMC-Master wählen. Aber auch ManagerInnen, IngenieurInnen, NaturwissenschaftlerInnen oder Kreative, die bereits im Berufsleben stehen, können an der WU Entrepreneurship studieren.

WU Blog: Sollten Ihrer Meinung nach alle Studierenden im Laufe des Studiums eine Entrepreneurship-Vorlesung besuchen?

Franke: Unbedingt! Es ist wie beim Essen: natürlich gibt es Menschen, die keinen Käse mögen oder keinen Fisch. Aber es nie zu probieren, ist dumm. Und schade. Denn sie wissen nicht, was ihnen möglicherweise entgeht…

WU Blog: Warum sind Entrepreneurship-Kompetenzen wichtig?

Franke: Die Fähigkeiten zu Entrepreneurship sind im 21. Jahrhundert das, was Lesen und Schreiben im 19. Jahrhundert war und Englisch und Computerkenntnisse im 20. Jahrhundert: absolute Schlüsselqualifikationen.


Dr. Rudolf Dömötör (Direktor WU Gründungszentrum)

WU Blog: Wieso wurde das Changemaker Programm ins Leben gerufen? Gibt es nicht genug Entrepreneurship-Formate an der WU bzw. im WU Gründungszentrum?

Rudolf Dömötör: Zu viel Entrepreneurship an der WU kann es gar nicht geben ;-)! Im Ernst: das Besondere am Changemaker Programm liegt an zwei Aspekten. Zum einen ermöglichen die niederschwellig gestalteten Online-Module tatsächlich jedem WU-Studierenden einen einfachen Zugang zu Entrepreneurship und zum anderen ist die dritte Säule des Programms, die Impact-Komponente, so konzipiert, dass unsere WU-Studierenden zu Entrepreneurship-BotschafterInnen werden und den „Entrepreneurial Spirit“ hinaus tragen.

WU Blog: Changemaker in fünf Jahren: wie hat sich das Programm bis dahin entwickelt?

Dömötör: Hoffentlich ist Changemaker bis dahin zu einem fixen und gut nachgefragten Angebot an der WU geworden. Ich wünsche mir, dass dann jährlich mehrere Hundert Studierende teilnehmen und unterschiedlichste Entrepreneurship-Workshops machen.

WU Blog: Warum sind Entrepreneurship Kompetenzen wichtig?

Dömötör: „Entrepreneurship is a state of mind of people who want to alter the future.” (Zitat in Anlehnung an Guy Kawasaki)


Johannes Lindner (Gründer Entrepreneurship Education Programm und Ashoka Fellow)

WU Blog: Welche Rolle spielt Entrepreneurship-Ausbildung im Schulalter?

Johannes Lindner: Aus meiner Sicht kann Entrepreneurship Education sehr früh ansetzen, bei kleinen Kindern geht es um die Stärkung des Vertrauens in sich –  auch als Selbstwirksamkeit bekannt.

WU Blog: Über welche Übungen, Aufgaben oder Projekte lassen sich Entrepreneurship-Kompetenzen in dem Alter gut vermitteln?

Lindner: Bei Kindern und auch Erwachsenen geht es in der Entrepreneurship Education darum eigene Erfahrungen im Meistern schwieriger Situationen zu gewinnen: Ich meistere eine Herausforderung und fühle mich gestärkt. Wir verwenden dafür „Entrepreneurial Challenge based Learning“. Entrepreneurship Education sollte im sozialen Kontakt mit anderen erfolgen. Jemand, der mir ähnlich ist, meistert eine Herausforderung. Kinder und Jugendliche können daraus schließen, dass sie das auch können. Es gilt auch zu lernen wie wichtig Ermutigung und Zuspruch von Menschen ist, denen wir vertrauen.

WU Blog: Warum sind Entrepreneurship Kompetenzen wichtig?

Lindner: Mit Entrepreneurship kann gelernt werden, wie Teilhabe in der Gesellschaft funktioniert.



Selma Prodanovic (Serial Entrepreneur)

WU Blog: Du bist mehrfache Gründerin, Investorin und startest gerade dein neuestes Projekt: 1 Million Start-ups.

Selma Prodanovic: 1MillionStartups ist die erste globale Plattform, um Start-ups und Entrepreneure, die sich der Erreichung der Sustainable Development Goals widmen, die notwendige Sichtbarkeit und Support zu geben. Start-ups und auch die anderen Key Player bekommen einmalige Benefits, während wir ein globales Eco-System aufbauen. Dazu haben wir auch die Global Entrepreneurship Declaration initiiert.

WU Blog: Wie hat deine Entrepreneurship Ausbildung ausgesehen?

Prodanovic: Ich habe Wirtschaft studiert, aber leider keine richtige „Entrepreneurship“ Ausbildung gehabt. Dafür habe ich das Meiste „on the go“ gelernt sowie viel gelesen, Videos & Online Kurse angeschaut, und insbesondere mit erfahrenere Menschen gesprochen, mir das richtige Netzwerk aufgebaut.

WU Blog: Warum sind Entrepreneurship-Kompetenzen wichtig?

Prodanovic: Entrepreneur zu sein ist mehr als ein Unternehmen zu gründen. Es ist eine Lebenseinstellung. Eine lösungsorientierte, positive Einstellung die wir in Zukunft noch mehr brauchen werden.


Du willst ein Changemaker werden?

Dann komm am besten persönlich zum Changemaker Chat und informiere dich über dieses neue Lehrangebot!

Wann? Montag 11. Dezember 2017; 14:00 Uhr – 15:30 Uhr

Wo? WU Gründungszentrum (D1/TC neben Mensa)