Was passiert, wenn die Karriere schon mit 23 vorbei ist?

In der Event-Reihe „WU matters. WU talks.“ kommen Expert*innen zusammen, um über Themen zu sprechen, die uns alle betreffen.

Petra Kronberger, ehemalige Ski-Olympiasiegerin, Lukas Mähr, ehemaliger Segel-Olympiasieger, Gerti Schatzdorfer, ehemalige Industrieunternehmerin, sowie Paul Senger-Weiss, langjähriger Familienunternehmer, diskutierten in der letzten Ausgabe über die Frage, was nach einer intensiven Karriere kommt.

„Was bleibt dann noch von mir übrig?“

Irgendwann ist jede Karriere zu Ende. Egal, ob im Sport oder in Führungspositionen. Und was dann? Das Karriereende stellt viele Menschen vor eine wichtige Frage: Wer bin ich, wenn die Rolle, die mein Leben so lange geprägt hat, wegfällt? „Was bleibt dann noch von mir übrig?“, so Petra Kronberger, zweifache Olympiasiegerin und Weltmeisterin. Diese Fragen kamen bei diesem WU matters. WU talks. immer wieder auf. Die Antworten? So unterschiedlich wie die Lebensläufe der Gäste.

Die Erfahrung, auf die eigene Karriere reduziert zu werden, kennen viele – hier blieb auch das Publikum nicht still. So auch Petra Kronberger, deren Karriere bereits mit 23 Jahren nach dem Olympiasieg 1992 endete – ein Alter, in dem für viele das Leben erst beginnt. Was für manche kaum nachvollziehbar wirkt, war für sie eine ganz logische Handlung. Doch was passiert nach einem so prägenden Erfolg? Kann man sich ein zweites Leben aufbauen und dafür dieselbe Anerkennung erhalten wie für die erste große Karriere?

Vergangenen Mittwoch wurden nicht nur abstrakte Konzepte in Bezug auf Karriereende besprochen, sondern echte Erlebnisse geteilt. Zweifel, Druck und Loslassen betrifft alle, egal wo man im Leben steht. Lukas Mähr, der seine Karriere nach seinem Olympiasieg 2024 beendete, brachte es mit einem ehrlichen Satz auf den Punkt: „Ich finde es viel einfacher, nicht aufzuhören, als aufzuhören.“

„Wir […] denken in Generationen“

Auch im Familienunternehmen ist das erkennbar. Paul Senger-Weiss formulierte: „Wir rechnen im Quartal, aber denken in Generationen.“ Karriereende bedeutet dort nicht nur Abschied, sondern Übergabe. Dabei sollte den Jungen jedoch auch Raum gelassen werden. „Die Jungen kommen in eine Situation, die nicht leicht ist, weil sie ständig verglichen werden“, betont Gerti Schatzdorfer. Verglichen mit einem Team, das die Vorgänger*innen seit Jahrzehnten kennt und eine gemeinsame Geschichte teilt.

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Im nächsten WU matters. WU talks.: Arbeit neu denken

Organisiert vom WU Center of Excellence, besprechen Expert*innen was Berufseinsteiger*innen in Zukunft erwarten können. Denn KI und neue Technologien könnten selbst die erfahrensten Talente bedrohen. So stellt sich die Frage: Welches Skill Set braucht es, um beruflich erfolgreich zu sein und die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft aktiv mitzugestalten?

  • 6. Mai 2026
  • 18 Uhr
  • LC Festsaal 1 & Livestream

Diskussion:

Mag. Ursula Axmann, Geschäftsführung WU ZBP Career Center

Isabella Grabner, Professorin am Institut für Unternehmensführung, WU Wien

Dr. Christine Juen, MBA, Leiterin (der) Kommunikation AMS Österreich

Rita Niedermayr, Partnerin für People Consulting bei EY Österreich

Moderation:

Niklas Andree und Martin Vogl, WU Wien

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