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Researcher of the Month: Susanne Kalss

Name:
Susanne Kalss

Jahrgang:
1966

Herkunft:
St.Martin/Grimming in der Obersteiermark

Lieblingsgegend:
Steirisches Ennstal mit Ausseerland

Hobby:
Wandern, Laufen

Als Kind wollte ich werden:
Ich wusste immer genau, was ich nicht werden wollte – etwa nach einer Blindarmoperation, bei der ich durchaus sehr gut und liebevoll betreut wurde, dass ich sicher weder in die Medizin noch in den Pflegebereich wollte.

Um 9:30 bin ich…
… zwei Mal in der Woche im Hörsaal; sonst daheim an meinem Schreibtisch und freue mich über eine ruhige Stunde.

Lieblingsgetränk:
Ein gutes Glas Sauvignon Blanc aus der Südsteiermark…

… konsumiert am liebsten in Gesellschaft von…
… meinem Mann.

Warum haben Sie sich für die Rechtswissenschaft entschieden?

Wir haben keine Juristen in der Familie, der als Vorbild dienen oder Rat geben hätte können – die Wahl war absolutes Neuland und ich habe mich dazu auch erst nach der Matura entschieden – sie war aber vollkommen richtig, das wusste ich eigentlich nach wenigen Tagen bzw. Wochen. Das Studium hat die relativ diffusen Erwartungen voll erfüllt und ist jeden Tag spannender geworden. Jus hat viele verschiedene Bereiche und lässt sich über Geschichte, Analyse des Satzbaus in Latein und Politikinteresse erschließen.

Ab wann war für Sie klar, dass Sie nicht als Anwältin in einer Kanzlei arbeiten möchten, sondern sich der Rechtswissenschaft an einer Universität widmen wollen?

Ich habe schnell studiert und bin faktisch als fertige Doktorin auf die Uni gekommen; dabei hatte ich schon einen Job abgelehnt, im Bereich des Forstrechts (mein Dissertationsthema) im Ministerium zu arbeiten; Ich habe den Job an der WU völlig unerwartet angeboten bekommen – noch einmal ein wenig Uni und neue Dinge zu lernen und zu sehen, war schon recht anziehend.
Ich wurde einmal nach einem Auslandsjahr und zwei Jahren Assistentenzeit gefragt, ob ich nicht in eine Kanzlei wollte – ich habe spontan nein gesagt und mir gedacht, ich möchte eigentlich lieber noch auf der WU bleiben. Es warteten auch gerade sehr spannende Aufgaben in der Legislative (Anpassung des Gesellschaftsrechts an die EG-rechtlichen Vorgaben und die Erprobung des Privatstiftungsrechts und deren wissenschaftliche Begleitung, was mich ungeheuer angezogen hat).
Konkretes Thema oder unmittelbares Vorhaben gab es nicht – ich war aber angezogen und fasziniert von meinen Aufgaben und auch Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem schätze ich von Anfang an die inhaltliche und zeitliche Freiheit.

Was war für Sie bislang die größte berufliche Herausforderung?
Ablehnende Entscheidungen zu treffen und zu wahrscheinlich sehr spannenden Aufgaben nein zu sagen – etwa dem Aufbau eines Max Planck Instituts in Luxemburg.

Gibt es ein großes berufliches Ziel?
Ich möchte in allen Dingen, die ich mache, einfach gut sein und in bestimmten Bereichen auch eine fachliche Meinungsführerschaft haben.

Was darf an Ihrem Arbeitsplatz einfach nicht fehlen?
Das unvermeidliche Chaos auf meinem Schreibtisch – egal wo er steht.

Worin finden Sie privat Ausgleich zu beruflichen Herausforderung?

Wir haben drei Töchter im  Alter von 9, 11 und 13 – jeden Tag mit zu leben, mit zu wachsen bringt viel Buntheit und Unerwartetes in den Unialltag und ermöglicht den kompletten Wechsel in unterschiedliche Welten.
Eine Stunde Laufen am Kahlenberg lässt die Welt eben viele Schritte entfernen ebenso wie eine Tages- oder Mehrtagestour durch das Tote Gebirge oder die Wölzer- oder Schladminger Tauern.
Ich habe meinen Alltag einfach gern mit der täglichen Vielfalt und Abwechslung.

#RoM #ForscherdesMonats #ForschungFetzt #Interview

1 Diskussion über “Researcher of the Month: Susanne Kalss”
  • Man merkt Frau Prof. Kalss die Begeisterung für ihr Fach an, selten habe ich eine so gute PI wie ihr Gesellschaftsrecht mitgemacht! Der Verzicht auf Powerpoint o.ä. fällt bei ihrem begeisterten, lebhaften und praxisnahen Vortrag überhaupt nicht ins Gewicht!

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