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Das QS-Ranking

Anlass meines Beitrages ist das große Interesse des letzten QS World University Rankings, das am 29. April 2015 bereits zum fünften Mal erschienen ist und bei dem die WU sehr gut abgeschnitten hat. Dieses Ranking zählt neben den THE Rankings, dem ARWU Ranking und U-Multirank zu den wichtigsten Rankings weltweit.

Ergebnisse

Im Fach Business & Management, welches dieses Jahr zum ersten Mal gerankt wurde, belegt die WU weltweit den sensationellen 36. Platz und ist damit gleichauf mit Universitäten wie der Universität St. Gallen oder der Stockholm School of Economics. Innerhalb Europas liegt die WU damit in den Top 15 und ist die einzige österreichische Universität im Bereich Betriebswirtschaft in den Top 50. Darüber hinaus schaffte es die WU auch heuer wieder im Bereich Finance & Accounting unter die besten 100 Universitäten weltweit gereiht zu werden. In den Fächern Economics & Economoetrics (Gruppe 101-150) und Computer Sciences & Information Systems (Gruppe 301-400) sind wir ebenfalls vertreten.
Diese Zahlen sind oft sehr abstrakt. Der 36. Platz hört sich schon ganz gut an, doch was bedeutet es in der Gruppe 101-150 bzw. 301 – 400 gereiht zu sein? Handelt es sich hierbei wirklich um gute Ergebnisse? Um das herauszufinden, sollte man wissen, wie dieses Ranking zustande kommt.

Über das QS World University Ranking by Subject

Unterschiedliche Rankings messen unterschiedliche Faktoren. Das ist auch gut so, denn Universitäten sind hochkomplexe Institutionen, bei denen jede einzelne ihr eigenes Profil hat und eigene Schwerpunkte setzt. So rankt das QS World University Ranking by Subject Universitäten in fünf Disziplinen (Arts & Humanities; Engineering & Technology; Life Sciences & Medicine; Natural Sciences; Social Sciences & Management) in 36 Fächern. Basis des Rankings bilden zwei Umfragen insgesamt 126.000 Personen weltweit) – einerseits unter WissenschaftlerInnen und andererseits unter ArbeitgeberInnen. Hierbei werden alle Probanden danach gefragt, welche 10 nationalen und 30 internationalen Institutionen aus ihrer Sicht exzellente Ausbildungsarbeit leisten. Das Gesamtergebnis des Rankings setzt sich – je nach Fachbereich- zu 60 bis 80 Prozent aus diesen Umfragen zusammen. Bei der Academic Survey beteiligten sich dieses Jahr 7.081 WissenschaftlerInnen, bei der ArbeitgeberInnen-Umfrage waren es 10.450. Darüber hinaus spielt die Zitation von Forschungspublikationen eine wichtige Rolle. Einerseits, um die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten zu messen und andererseits den Impact von Forschungspublikationen. Schlussendlich setzt das QS World University Ranking by Subject aus den genannten Umfragen sowie Messungen von Forschungspublikationen zusammen.
Was schließen wir nun daraus? Auf Basis dieser Indikatoren, können wir ableiten, dass die WU international bekannt und für ihre exzellente Forschungsarbeit in der wissenschaftlichen Community hoch angesehen ist. Aber auch AbsolventInnen der WU genießen höchstes Ansehen unter nationalen wie internationalen ArbeitgeberInnen und RecruiterInnen. Darüber hinaus ist anzumerken, dass das QS-Ranking Universitäten weltweit vergleicht. Wenn man bedenkt, wie viele Universitäten es gibt, ist es bereits eine tolle Leistung in diesem Ranking gereiht zu werden. An dieser Stelle auch noch behaupten zu dürfen, dass die WU zu den Top-Wirtschaftsuniversitäten weltweit gehört, ist ein Ergebnis, auf das wir alle stolz sein dürfen!


Für alle unter Ihnen, die sich genauer mit dem Ranking beschäftigen wollen, gibt es hier noch weiterführende Informationen zu den Surveys und den Forschungspublikationen:

  1. Die Academic Reputation Survey (Umfrage der WissenschaftlerInnen):
    Die Umfrage unter WissenschaftlerInnen bildet seit 2004 das Kernstück der QS Rankings. Für das QS Subject Ranking 2015 wurden Antworten von ca. 85.000 WissenschaftlerInnen herangezogen. Im Rahmen dieser Umfrage werden die Befragten gebeten, zuerst anzugeben, in welchen Disziplinen ihre Expertise liegt. Danach sollen 10 nationale und bis zu 30 internationale Institutionen des jeweiligen Gebietes benannt werden, in denen (aus ihrer Sicht und Erfahrung) exzellente Forschungsarbeit geleistet wird.
  2. Die Employer Reputation Survey (Umfrage der ArbeitgeberInnen):
    Diese Umfrage funktioniert ähnlich wie die Academic Reputation Survey. Wiederum sollen die Befragten 10 nationale und bis zu 30 internationale Institutionen nennen, in denen aus ihrer Sicht exzellente Ausbildungsarbeit geleistet wird – allerdings ohne im Vorfeld fachliche Einschränkungen zu treffen. 2015 wurden die Antworten von knapp 42.000 ArbeitgeberInnen weltweit berücksichtigt.
  3. Forschungspublikationen
    Die Zitationsdatenbank Scopus wird für zwei Forschungsindikatoren herangezogen. Zum einen für den Indikator „Research citations per paper“, der die Häufigkeit misst, mit der einzelne Publikationen in anderen wissenschaftlichen Texten zitiert werden. Eine solche Zählung wird in Rankings häufig verwendet, um die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten zu messen, da „wichtige“ Artikel bzw. Artikel, die in einem wissenschaftlichen Feld eine hohe Relevanz haben, häufig zitiert werden.
    Der zweite Forschungsindikator ist der sogenannte H-Index. Dieser Indikator misst, vereinfacht gesagt, die Zitationshäufigkeit der Artikel einer/ eines WissenschaftlerIn oder auch der ganzen Faculty im Vergleich zur Anzahl der publizierten Artikel. Der H-Index dient dazu, die Qualität und den wissenschaftlichen Impact von Forschungspublikationen über einen längeren Zeitraum und/oder eine größere Personengruppe zu messen.

Diese drei Faktoren zusammengenommen ergeben die Platzierungen der WU im QS Subject Ranking.

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Photo By: BOAnet

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