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Mentoring@WU: Ein Erfahrungsbericht

Seit Wintersemester 2012/13 bietet die WU ihren Studierenden ein Support-Programm, Mentoring@WU, an. In dem als Peer-Mentoring konzipierten Programm unterstützen höhersemestrige WU Studierende mit sehr gutem Studienerfolg, Studienkolleg/inn/en als Mentor/inn/en während des Bachelorstudiums. Im Sommersemester startete erneut eine Gruppe mit Mentor/inn/en und Mentees.

Roman Wegscheider hat das Progamm beim Start im WS 12/13 als Mentor begleitet und berichtet von seinen Erfahrungen.

Roman Wegscheider unterstützte im WS 12/13 Bachelorstudierende

Roman Wegscheider unterstützte im WS 12/13 Bachelorstudierende

Als ich mir die Informationen des mentoring@WU Programms zum ersten Mal durchgelesen habe, dachte ich mir: Schade, dass es dieses Programm noch nicht zu Beginn meines Studiums gegeben hat.

Ich habe von einem Freund vom mentoring@WU Programm gehört, als ich vor Beginn des sechsten Semesters war und wollte mich gleich bewerben, weil ich es super gefunden hätte, wenn ich am Studienbeginn diese Unterstützung auch in Anspruch hätte nehmen können. Die Anforderungen an die Mentoren/innen schienen mir hoch, aber kurz nach einem Bewerbungsgespräch hatte ich die Zusage, als Mentor im Vizerektorat für Lehre angestellt zu werden.

Da das mentoring@WU in dem Semester, in dem ich dort begonnen habe, gestartet wurde, war alles für alle Beteiligten neu. Die Führung durch die Studienservices hatte so ein Programm vorher noch nicht durchgeführt, die Mentor/inn/en waren neu und hatten bis auf wenige keine Erfahrung im Mentoring-Bereich und die Mentees waren logischerweise auch neu.

Kick-Off für Mentor/inn/en

Zuerst wurde ein Kick-Off veranstaltet, an dem die Mentor/inn/en die Leitung des Programms und sich untereinander kennenlernen konnten. Dabei war gleich zu merken, dass die Auswahl der Mentor/inn/en gut getroffen war. Alle waren engagiert und freuten sich auf die Zusammenarbeit in einem spannenden Semester, in dem wir viel Freiraum für die Entwicklung des Programms hatten und vieles ausprobieren konnten. Die Zuteilung der Mentees erfolgte durch die Programmleitung und ich entschloss mich, allen aus meiner Gruppe einen Steckbrief zukommen zu lassen und habe sie auch um einen gebeten.

Gemeinsames KennenlernenEvent gemeinsam mit Mentees

Danach folgte ein Kick-Off Event mit allen Mentees, damit jede Gruppe ihre/n Mentor/in kennenlernen konnte. Dieses wurde von den Studienservices organisiert, aber nach einem kurzen offiziellen Teil ging es schon zur Gruppeneinteilung. Nun wurde es spannend für mich. Sind die Mentees so wie sie es in den Steckbriefen dargestellt hatten? Akzeptieren sie mich als Mentor? Es waren zwar nicht alle Mentees meiner Gruppe anwesend, da manche noch nicht in Wien waren, aber mit denen, die da waren habe ich mich sofort verstanden. Nach kurzem Kennenlernen haben wir uns einen Termin ausgemacht, bei dem dann alle Mentees meiner Gruppe Zeit hatten.

Treffen in gemütlicher Atmosphäre

Das erste Gruppentreffen habe ich in einem kleinen Hörsaal der WU gemacht und einen Beamer mitgebracht. Zu Beginn musste ich mich daran gewöhnen, vor einer Gruppe von 13 Studenten, die mich beobachten, zu stehen und ihnen Sachen zu erklären. Nachher sind wir noch in ein Lokal in der Nähe gegangen. Zu meiner Verwunderung haben sich dort auf einmal alle untereinander unterhalten, was sie im Hörsaal nicht gemacht haben. Daraufhin beschlossen wir, die Treffen in Zukunft wieder in gemütlicher Atmosphäre abzuhalten. Ich konnte meinen Mentees bei vielen Fragen rund ums Studium weiterhelfen, habe mit ihnen Probleme besprochen und wie man sie lösen kann.

Austausch der Mentor/inn/en untereinander

Mentor und Mentees bei einem gemeinsamen Treffen

Mentor und Mentees

Jede zweite Woche haben sich alle Mentor/inn/en mit der Programmleitung getroffen, um die weiteren Schritte des Programms, wie Änderungen oder gruppenübergreifende Aktivitäten zu besprechen und sich auszutauschen. Das war angenehm, da man so erfahren hat, was die anderen Mentor/inn/en mit ihren Gruppen machen. Organisiert wurde zum Beispiel ein Pub Quiz und ein gemeinsamer Heurigenabend, was bei den Mentees sehr gut ankam. Das Abschlussevent des ersten Semesters haben wir als Mentor/inn/en schon eigenständig geplant, organisiert und durchgeführt, ich habe sogar die Moderation übernommen.

Persönliche Vorteile für Mentor/inn/en

Ich werde meine Teilnahme am Programm in den nächsten Semestern fortsetzen, mein Wissen und meine Fähigkeiten einsetzen, um es weiterzuentwickeln und freue mich, wenn ich den Studieneinstieg für die Mentees erleichtern kann. Ich habe gelernt, eine kleine Gruppe zu führen und zu motivieren, schrecke jetzt nicht mehr davor zurück, vor einer größeren Menschenmenge vorzutragen, habe mich persönlich weiterentwickelt und viele nette Leute kennengelernt.

 

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