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Ab ins Berufsleben

Mag. Ursula Axmann, Geschäftsführerin des WU ZBP Career Center, berichtet im WU-Blog diesmal über den Bachelor am Arbeitsmarkt.

Firmen über die neuen Absolvent/inn/en

Das Bachelor-/Mastersystem wurde vor sechs Jahren an der WU eingeführt. Die erste für den Arbeitsmarkt merkliche Anzahl an Bachelor hat die WU vor drei Jahren verlassen. Seither sind wir im WU ZBP Career Center mit einem kontinuierlichen Auf und Ab an Erfahrungen von Firmen und Bewerber/inne/n beschäftigt. Wir wollten es genauer wissen und haben in Zusammenarbeit mit dem Vizerektorat für Lehre Unternehmen über ihre Einschätzungen von den „neuen Absolvent/inn/en“ befragt. Über 1.300 Personalverantwortliche in österreichischen Unternehmen wurden kontaktiert und um einen Vergleich zwischen Magister, Bachelor und Master eingeladen.

Plakatkampagne an der WU

Haben Sie schon die großen Bachelor-Plakate an der WU gesehen? Ja, es gibt sie, die Unternehmen, die Bachelor gerne als Mitarbeiter/innen gewinnen wollen. Und das sind nicht irgendwelche Firmen. Von internationalen Konzernen über Unternehmensberatungen bis zu kleinen Unternehmen und öffentlichkeitsnahen Institutionen gehen immer mehr Arbeitgeber/innen aktiv auf Bachelorabsolvent/inn/en der WU zu.

Dann gibt es auch jene Unternehmen, die spontan nicht sagen können, ob sie bereits Bachelor angestellt haben – aus meiner Sicht ein hervorragendes Signal! Für diese Firmen steht offensichtlich nicht der Grad der universitären Ausbildung im Mittelpunkt, sondern vielmehr die fachliche und persönliche Passung von Bewerber/inne/n.

Doch natürlich treffen wir auch Firmen, die nach wie vor mit Vorbehalten auf Absolvent/inn/en des neuen Studiensystems zugehen bzw. NICHT zugehen. Argumente wie mangelnde persönliche Reife, fehlende praktische Erfahrung oder schlicht Uninformiertheit innerhalb des Unternehmens selbst sind die wiederkehrenden Argumente.

Bachelor und der Arbeitsmarkt

Insgesamt gaben über zwei Drittel der befragten Personen an, dass in ihrem Unternehmen bereits Bachelorabsolvent/inn/en wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge eingestellt wurden. Knapp ein Viertel verneinte diese Frage. Es zeigt sich eine Tendenz zu einem größeren Anteil an Bachelor in Dienstleistungsbranchen (z.B. Bank/Finanz, Unternehmensberatung, Rechts- und Steuerberatung) im Vergleich zur Industrie. Bezüglich der Unternehmensgröße ergab die Befragung, dass der Anteil an Bachelor in Unternehmen mit größerer Mitarbeiter/innenzahl tendenziell höher ist.

Einsatzbereiche

Als die bachelorintensivsten Fachbereiche gelten nach unserer Studie Controlling und Rechnungswesen, Marketing/Produktmanagement und Finanzmanagement. Eine gewisse Zurückhaltung gegenüber dem Bachelorabschluss kommt am ehesten aus Rechtsabteilungen oder volkswirtschaftlichen Abteilungen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass gerade in diesen Bereichen immer schon eine Tendenz zu formal hohen Bildungsabschlüssen festzustellen war (so wurde speziell in diesen beiden Bereichen das Doktorat als bevorzugter Abschluss am häufigsten genannt). Im Vergleich mit jenen Bereichen, in denen viele Magisterabsolvent/inn/en eingestellt wurden, zeigt sich, dass diese Fachbereiche im selben Ausmaß auch Bachelorabsolvent/inn/en offenstehen!

Zusammenfassend betrachtet sind die Signale des Arbeitsmarkts durchaus erfreulich. Die Ergebnisse unsere Studie belegen jedenfalls, dass Bachelorabsolvent/inn/en am Arbeitsmarkt angekommen sind! Also ab ins Berufsleben!

Falls Sie sie noch nicht gesehen haben: Hier finden Sie die Plakate der ersten Firmen, die derzeit in den Aulas der WU-Gebäude hängen (zum Vergrößern auf das Bild klicken). Weitere folgen in den nächsten Wochen.

 

4 Diskussionen über
“Ab ins Berufsleben”
  • Liebe Frau Mag. Ursula Axmann,

    mich würde interessieren, wie zufrieden jene Unternehmen mit den Bachelorstudenten sind, welche diese „willkommen“ geheißen haben. Haben diese Unternehmen starke Unterschiede zwischen jenen Mitarbeitern mit Magisterabschluss im Vergleich zu jenen mit Bachelorabschluss (ev. Masterabschluss) bemerkt und wünschen diese Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter mit Bachelorabschluss ein zusätzliches Masterstudium absolvieren? Gab es hierüber auch Erhebungen?

    Viele Grüße
    Jessica Gürth

  • „WU-Bachelors sind bei LÓRÈAL willkommen, weil bei uns die Persönlichkeit zählt, nicht nur der Abschluss.“

    riecht stark nach dem bekannten Sager: „Die Frau ist echt nett und hat voll die tolle Persönlichkeit“ und jeder weiß sofort, dass sie dick und/oder hässlich ist.

  • Sehr geehrte Frau Gürth,

    Unternehmen, die Erfahrungen mit Bachelors haben, äußern sich sehr positiv. Sobald jemand in einem Unternehmen tätig ist, verschwimmen die Abschlüsse und man differenziert nach Leistung und kaum nach Art des Studienabschlusses.

    Einzelne Firmen beantworteten unsere grundsätzliche Frage, ob schon Bachelors eingestellt wurden, mit „ich weiß nicht“. Diese Antwort ist für mich ein äußerst positives Zeichen.

    Lesen Sie auch mehr dazu im nächsten Karrieremagazin des WU ZBP Career Center ab 10. Dezember.

    Beste Grüße,
    Ursula Axmann

    • Liebe Frau Mag. Axmann,

      danke für Ihre Antwort! Ein „ich weiß nicht“ hättte ich auch denn ersten Blick eher als Desinteresse gewertet, doch Ihr Argument gefällt mir besser 🙂

      Mit freundlichen Grüßen
      Jessica Gürth

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