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Sommer-, Winter- und Osteruni – Studiumbeschleunigung oder Spaßbremse?!

Nina Neißl studiert im 8. Semester Internationale Betriebswirtschaftslehre und hat uns ihre Eindrücke zum Studienbeschleunigungsprogramm der WU geschickt.

An unserer Universität wird dreimal im Jahr ein Ferienprogramm mit Kursen zusammengestellt, das einem helfen soll, schneller im Studium voranzukommen bzw. den Druck nehmen soll, alles auf einmal machen zu müssen. Dazu werden von der WU in Kooperation mit der ÖH WU beliebte Kurse ausgesucht, um möglichst vielen Student/inn/en die Möglichkeit zu bieten, in den Ferien ihr Studium voranzutreiben. Dies wäre zumindest die Theorie hinter der Idee, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Als berufstätige Studentin war ich sofort begeistert, als ich das erste Mal von den Studienbeschleunigungsprogrammen hörte, da ich mithilfe von diesen Programmen den Stress von den Hauptprüfungswochen auf den Semesterbeginn lenken könnte. So dachte ich zumindest, und während das Ganze im ersten Jahr noch gut funktionierte, war das im späteren Studienverlauf nicht mehr ganz so ideal umsetzbar, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Das hat gleich mehrere Gründe: Erstens betreffen die meisten Kurse die Studieneingangsphase oder andere Studienrichtungen als meine, zweitens sind die Plätze sehr begrenzt (vor allem in den ohnehin überlaufenen Kursen) und drittens sind die meisten angebotenen Kurse Lehrveranstaltungen, die ich bereits hinter mich gebracht habe und für die man eine extra Prüfungsanmeldung benötigt, sprich die Kurse sind unabhängig zur Prüfung zu besuchen.

Im Vergleich zu anderen Universitäten sind die von der WU angebotenen Studienbeschleunigungsprogramme eine gut organisierte Sache und für einige Student/inn/en wohl auch eine ideale Möglichkeit, um schnell voranzukommen. Nichtsdestotrotz wäre es für viele wünschenswert, wenn die angebotenen Kurse gleichmäßig unter allen Studienrichtungen ausgewählt werden würden. Zudem sollte auch gewährleistet werden, dass Studierende im fortgeschrittenen Studium nicht übergangen und die Kapazität der angebotenen prüfungsimmanenten Kurse etwas mehr an deren Nachfrage angepasst werden.

Natürlich ist es jetzt von meiner Seite einfach, Forderungen zu stellen, ohne genau über den Organisationsvorgang Bescheid zu wissen und es ist definitiv nicht einfach, jeden einzelnen Studierenden zufriedenzustellen. Demnach möchte ich nun nur für mich sprechen: So wie die Studienbeschleunigungsprogramme momentan angeboten werden, sind sie zumindest für mich nicht optimal, da so gut wie keine Kurse angeboten werden, die ich noch benötige, und sollte sich doch mal einer im Programm befinden, ist die Aufnahmewahrscheinlichkeit gleich null, da sich viele Student/inn/en um die wenigen Plätze reißen.

Mein persönliches Fazit also: Die Studienbeschleunigungsprogramme sind an sich eine großartige Sache, die ich an der WU schätze, allerdings wäre es sehr wünschenswert, wenn die Programmzusammenstellung dieser neu konzipiert und mehr Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden könnten.

2 Diskussionen über
“Sommer-, Winter- und Osteruni – Studiumbeschleunigung oder Spaßbremse?!”
  • Zumindest während ich an der WU war, waren Sommer-, Winter- und Osteruni anscheinend nur für BWL-Studenten gedacht, zumindest gab es kein einziges(!) mal eine VWL-LV.

    Außerdem ist es mmn wirklich sinnlos so viele Veranstaltungen aus der Eingangsphase anzubieten, da die sowieso darauf ausgelegt sind dass man die Bücher & Skripten lernt, und keine Anwesenheitspflicht besteht. Ich hatte bei einigen PIs aus dem 2. Abschnitt Probleme einen Platz zu bekommen, wenn sich das Studium dann dem Ende zuneigt kann dass schon sehr unangenehm sein.

  • Ich finde die Studienbeschleunigungsprogramme eine großartige Sache, es werden viele Kurse angeboten und man hat die Möglichkeit, schneller weiter zu kommen.

    Leider sind diese (sowie viele andere LV während des Semesters) für Berufstätige nicht oder kaum belegbar. Es wäre daher eine große Hilfe, könnten mehr LV am späten Nachmittag bzw. in den Abendstunden angeboten werden.

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