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Campus WU – ein besonderer Ort für Bildung und Forschung

Ich nehme an, dass die meisten unserer Studierenden in irgendeiner Form bereits von unserem Neubauprojekt Campus WU gehört haben. Obwohl einige von Ihnen nach der Übersiedlung im Wintersemester 2013 nicht mehr am neuen Campus studieren werden (zumindest wünsche ich mir das für Sie), gehe ich doch davon aus, dass Sie sich auch über Ihre aktuellen Studien hinaus für die WU interessieren. Aus diesem Grund möchten wir dieses Mal den neuen Campus WU in den Fokus des Blogs stellen. Christoph Sommer, Projektleiter Campus WU, berichtet Ihnen von den Hintergründen und jüngsten Entwicklungen.

Als wir 2007 die Vision für den Campus WU niederschrieben, orientierten wir uns einerseits an den Schwächen der derzeitigen Gebäude, andererseits versuchten wir, durch Entwicklung neuer Ideen ein zukunftsweisendes Konzept für die Lehr- und Lernumgebung am Campus WU zu erarbeiten. In einer Reihe von Workshops mit Studierenden und WU-Angehörigen manifestierten sich einige der Leitthemen, die den neuen Campus an der Basis durchdringen:

Studierende brauchen Platz zum Arbeiten

„Klar“, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Ganz so trivial ist diese Aussage aus meiner Sicht jedoch nicht: Wie Learn@WU zeigt, wächst die virtuelle WU stetig und erfreut sich großer Beliebtheit. Auch gibt es gerade in Wien eine starke Tradition, die Stadt und nicht zuletzt die Kaffeehäuser in die universitäre Welt einzubeziehen. Trotzdem hat sich die WU bewusst dazu entschieden, ihren Studierenden einen Campus zu bauen, der entsprechende Arbeitsplätze und Infrastruktur außerhalb der Lehrräume bietet – quasi das Büro der Studierenden. Die WU legt neben der Ausbildung der fachlichen Kompetenz auch großen Wert auf die Entwicklung von Soft Skills. Die virtuelle Welt kann daher nur als Ergänzung dienen und gerade im fortgeschrittenen Studium braucht gemeinsames Arbeiten an Projekten Platz – und den möchten wir durch die Schaffung von 3.000 Arbeitsplätzen bieten.

Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Umgebungen

Neben der (leider finanziell begrenzten) Steigerung der Quantität legten wir bei der Planung des Campus WU einen Schwerpunkt auf die Abbildung unterschiedlicher Qualitäten der Arbeit: wissenschaftliches Arbeiten in ruhigen Ecken der Bibliothek, kollaboratives Arbeiten in kommunikativen Studienzonen oder Projekträume, die über längere Zeit gebucht werden können. Verschiedenste Typen von Studienbereichen werden durch Infrastruktur von Kopierern/Druckern bis zu Getränkeautomaten („Waterholes“) ergänzt. Ein ausgeklügeltes Orientierungssystem wird Ihnen helfen, den passenden Arbeitsplatz zu finden.

Kommunikation und Work-Life-Balance

Ein Prinzip des Campus lautet: Wege und Plätze schaffen, die informelle Kommunikation herausfordern und der formellen Kommunikation neue Möglichkeiten geben. Das gilt für den Freiraum genauso wie für die Gebäude. Ein Zonenkonzept erleichtert einerseits den Kontakt zwischen Studierenden und den Departments, andererseits ermöglicht es Forschenden den nötigen Rückzug in „ruhigere Gefilde“. Die kommunikativsten Bereiche werden wahrscheinlich die diversen Gastronomiebereiche und Plazas des Campus sein. Sie erlauben auch untertags und zwischen den Arbeitspaketen ein Entspannen und Abschalten. Ganz im Sinn einer ausgewogenen Work-Life-Balance wurde übrigens auch die Standortentscheidung getroffen: Mitten in der Stadt, in kurzer Zeit erreichbar und trotzdem am Rande eines riesigen Naherholungsgebiets erlaubt der neue Campus WU den schnellen Übergang zwischen Studium und Freizeit.

Besuchen Sie uns!

Ich hoffe, ich konnte heute Ihre Neugier auf den neuen Campus wecken. Mehr darüber können Sie im Web unter www.campuswu.at oder noch besser vor Ort, im Infopoint auf der Baustelle, erfahren.

Apropos Baustelle: Die Arbeiten sind voll im Gange, nicht nur Baggerfreaks sind von der Aussicht begeistert, die unser Infopoint bietet. Offen auch am Wochenende von 7-20 Uhr! Und wenn Sie schon dort sind, können Sie sich auch gleich davon überzeugen, dass die WU am grünen Prater eine großartige Umgebung für ein Studium bietet.

3 Diskussionen über
“Campus WU – ein besonderer Ort für Bildung und Forschung”
  • Warum wird in keinem Wort erwähnt, dass der neue Campus ein Fassungsvermögen von 25000 Studierenden hat bzw. haben soll?

    Vermutlich weil sich einige ganz intrinsisch wünschen, dass durch die aktuelle Politik, an der wohl gemerkt die Rektoren auch ein scheuferl beigetragen haben, still und heimlich ein 5000 personen eliteinstitut mit seeeeeeehr vielen freiflächen daraus wird…

  • Die Zahl der prüfungsaktiven Studenten beläuft sich an der WU auf ca. 15.000 Leute (Studienjahr 2007/08: 13.917). Was die restlichen 10.000 eingeschriebenen „Studenten“ machen sei dahingestellt, sie brauchen jedoch sicher keine Lernkapazitäten an der Uni.

    Auch wenn damit zu rechnen ist, dass in Zukunft prozentual gesehen mehr Leute eine Hochschulbildung anfangen muss man auch die demographischen Rahmenbedingungen sehen, wo nunmal immer weniger junge Leute geboren werden und damit der absolute Platzbedarf wohl nicht wesentlich steigen wird.

    Von diesem Standpunkt aus ist an der neuen WU durchaus noch Luft nach oben für die Anzahl prüfungsaktive Studenten, welche auch entsprechende Ressourcen benötigen.

  • @stefan:

    mag alles sein, jedoch wird die anzahl der studenten an der wu insgesamt sinken… da fr. karl ihre aussiebeeingangsphase durchgesetzt hat.

    also ist es eigentlich ein überdimensioniertes projekt.
    das geld wäre besser direkt an die studenten geflossen…

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