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Eintrittskarten ins WU-Studium?

Über die aktuelle Budgetkürzungsdebatte

Es sind schwierige Zeiten für Österreichs Universitäten und deren Studentinnen und Studenten. Die Studierenden gehen heute wieder auf die Straße, um ihren Unmut zu den geplanten Kürzungen der Familienbeihilfe kund zu tun. Auch Rektor Christoph Badelt solidarisiert sich mit ihnen und hat dazu eine Stellungnahme abgegeben. „Ich kann den Ärger der Studierenden über die Kürzungen gut verstehen und möchte auch darauf aufmerksam machen, dass dadurch die soziale Belastung viel stärker ist, als dies früher bei den Studiengebühren der Fall war. Wird dies tatsächlich so umgesetzt, steht zu befürchten, dass in Zukunft nur wenige Personen, die auf diese Sozialleistungen angewiesen sind, ein aufbauendes Masterstudium absolvieren können, ganz zu schweigen von einem Doktorats- bzw. PhD-Studium. Die Folgen für Österreichs Zukunft in Bildungs- und Forschungsfragen sind dramatisch.“

Trotz dieser Belastungen stehen wir an der WU aber auch mitten im Semester. Um die Studierenden über die Abwicklung der Studieneingangsphase und das Anmeldesystem informiert zu halten, veröffentlichen wir daher an dieser Stelle einen Gastkommentar vom Vizerektor für Lehre, Karl Sandner.

„LV-Tickets“: Eintrittskarten ins WU-Studium!?

„Ihr LV-Ticket und Ihren Studierendenausweis bitte“, heißt es heuer erstmals für Studienanfänger/innen bei den Zugängen zum Audimax und zu den Hörsälen 01 und 02 in der Aula. Nur wer sich über das LPIS zu den Lehrveranstaltungen angemeldet und die entsprechende Eintrittskarten – die „LV-Tickets“ – ausgedruckt hat, kann in den Hörsälen an den vier Eingangslehrveranstaltungen teilnehmen. Am ersten Unterrichtstag an der WU war die Überraschung bei vielen Erstsemestrigen groß. Viele hatten ihre „LV-Tickets“ nicht dabei oder wussten trotz mehrfacher Vorinformation nicht, dass sie diese benötigen. Daher wurden seitens der WU Studienservices Ersatz-Tickets ausgestellt. Bereits am zweiten Unterrichtstag waren fast alle Studierenden mit „LV-Tickets“ ausgestattet und die Zutrittskontrollen verliefen reibungslos.

Notwendig sind die Zutrittskontrollen aufgrund der knappen Raumkapazitäten und der erneut großen Anzahl an Studienanfänger/inne/n im WS 2010/11. Die WU garantiert den Studienanfänger/inne/n Sitzplätze in den Hörsälen bei all jenen LVs, zu denen sie sich elektronisch angemeldet haben. Möglich ist dies nur, wenn die Studierenden auch tatsächlich ihren Anmeldungen entsprechend an den Lehrveranstaltungen teilnehmen und nicht Räume und Zeiten wechseln. Die Lehrveranstaltungen werden im Audimax abgehalten und zeitgleich in die beiden Hörsäle übertragen. Ein bis zwei Tage nach den jeweiligen Einheiten stehen diese den Studierenden als Lecture Casts auf Learn@WU zur Verfügung.

Nun stehen den Erstsemestrigen fünf Unterrichtswochen bevor, unmittelbar danach werden die vier Eingangsprüfungen abgehalten. Wer alle vier Prüfungen positiv absolviert, kann sich zu den weiteren Lehrveranstaltungen der Studieneingangsphase anmelden.

Die erste Hürde, die Organisation des Studienbeginns mit der Zulassung, den LV-Anmeldungen, den LV-Tickets uvm., haben die Studienanfänger/innen bereits bewältigt. Für die zweite Herausforderung, die Eingangsprüfungen, wünschen wir ihnen viel Erfolg, denn vier positive Prüfungsergebnisse sind die echten Eintrittskarten in das WU-Studium.

LPIS: ein Atomuhr-System?

Auch zu Beginn dieses Semesters gab es wieder Diskussionen rund um die LV-Anmeldung nach dem first-come, first-served Prinzip über das LPIS. „Wenige Sekunden nach Anmeldebeginn stehen keine LV-Plätze mehr zur Verfügung“, lautete die Kritik.

Wenn die Anmeldung zur gewünschten LV nicht klappt, liegt das selten am Anmeldesystem selbst. Das Lehrveranstaltungs- und Prüfungsinformationssystem ist mittlerweile extrem leistungsfähig, die LV-Anmeldetermine sind zeitlich gestaffelt, sodass es kaum zu Systemüberlastungen kommt. Vielmehr liegt es daran, dass die Lehrveranstaltungen je nach Termin und Vortragendem/r unterschiedlich stark nachgefragt sind. Als echte Problembereiche, d.h. Vollauslastung bei allen angebotenen Lehrveranstaltungen,  haben sich in diesem Semester Privatrecht I, Wirtschafts- und Finanzpolitik und Internationale Makroökonomik herausgestellt. In Privatrecht I wurde die Anzahl der Plätze in den bestehenden LVs erhöht, in Wirtschafts- und Finanzpolitik wurde bereits eine weitere LV angekündigt, eine zweite Lehrveranstaltung ist in Vorbereitung. In Internationale Makroökonomik konnte das Problem über ein Wartelisten-System auf Learn@WU gelöst werden. Zusätzlich werden LVs mit Kapazitätsengpässen während des Semesters für das WU Studienbeschleunigungsprogramm vorgemerkt.

Die LV-Nachfrage lässt sich bei manchen LVs vor Semesterbeginn nur schwer prognostizieren. Daher kann es in einzelnen Bereichen vorkommen, dass die geplanten Lehrveranstaltungen den Bedarf nicht abdecken können. Sobald Engpässe sichtbar werden, sind wir bemüht Lösungen zu finden und meist gelingt dies auch.

Wertvolle LV-Plätze, vor allem in prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen, gehen auch durch so genannte No-Shows verloren. D.h. Studierende melden sich zwar an, nehmen dann aber nicht an den Lehrveranstaltungen teil oder scheiden nach wenigen Einheiten aus, z.B. weil sie sich zu viel für ein Semester vorgenommen haben. Wir ersuchen Sie daher, Ihre LV-Anmeldungen ernst zu nehmen und uns so bei der bestmöglichen Nutzung der vorhandenen LV-Plätze zu unterstützen.

6 Diskussionen über
“Eintrittskarten ins WU-Studium?”
  • Nun – dass Privatrecht 1 nicht erst heuer ein Problem ist sollte hinlänglich bekannt sein… nicht nur ich habe die Erfahrung seit 3 Semestern, keinen Platz zu bekommen – es stehen hier aber auch definitiv für die Anzahl der Studierenden im Bac WiRE nicht genügend LV Plätze zur Verfügung. Ob diese Situation im SS wirklich besser werden wird…?

  • Leider ist mir bisher die Sinnhaftigkeit der LV-Tickets nicht ersichtlich. Man könnte den Kontrolleuren genauso eine Namensliste in die Hand geben und bräuchte nur die Studentenausweise zu kontrollieren. Man würde Papier sparen und bräuchte die LV-Tickets nicht extra erstellen.

  • @Gerhard: Das würde ja viel zu lange dauern, wenn der arme Kontrolleur hunderte Studenten anhand einer solchen Liste kontrollieren müsste.

    @Privatrecht I: Kein Wunder, dass hier ein Flaschenhals entsteht.
    Die Durchfallsquote dieser PI ist eine der höchsten und ein positiver Abschluss Vorraussetzung für Privatrecht II. Das ist einzigartig für das Bac.Studium WiRe.
    Bei keinem anderen Fach hatte ich nach der STEP Probleme mich anzumelden, und zumeist war die Studentenanzahl pro PI nicht höher als 30-40, nur bei Privatrecht I waren wir letztes Jahr ca. 180. So ist es einfach nicht möglich eine prüfungsimmanente Veranstaltung abzuhalten. Wenn das Institut nicht mehr Ressourcen zu verfügung stellen kann oder will sollte die Vorlesung wenigstens eine LV ohne Anwesenheitspflicht sein. Dieses Semester gibt es ja anscheinend immer noch viel zu wenig Plätze.

  • Etwas Grundsätzliches das ich aus Ihrem Beitrag herauslesen kann: Es ist nun Zusammenhalt, Einsatzwillen und Ideenreichtum gefragt.
    Von allen, sowohl seitens der Organisatoren und Lehrenden als auch von den Studierenden. Schließlich erwartet man dies auch im Berufsleben von den Absolventen, ganz zu Recht. Darüber hinaus wird es die Zukunft ohnehin mit sich bringen, dass Organisationen mit weniger Geld und somit „unbequemeren“ Rahmenbedingungen besser funktionieren als heute. Hier können Unis und speziell die WU sehr wohl eine Vorreiterrolle einnehmen. Qualität, Individualität im Studium sowie Wissenschaft sind ja einige Kriterien und Bedürfnisse.
    Bessere Organisationen, kontinuierliche Verbesserungsprozesse, intelligentere Nutzung von bestehenden Wissen sind die nicht monetären Möglichkeiten. Die können nur umgesezt werden wenn viele kluge Köpfe noch besser zusammenarbeiten. Man sollte die sich verändernden Rahmenbedingungen auch als unternehmerische Herausforderung sehen!

  • Also ich finds primär mal gut, dass man nicht das Gefühl hat, als Student alleine mit dem Problem dazustehen, egal ob jetzt auf die Kapazitäten oder die Sparpläne der Regierung bezogen.

    So ärgerlich es oft sein mag, keinen Platz in der gewünschten Vorlesung zu bekommen, ich hab bisher die Erfahrung gemacht, dass die meisten Vortragenden sehr human sind und ein Nachmelden nicht das Problem ist. Wenn man jedoch erst fünf Minuten vor Ende der ersten Einheit kommt darf man sich nicht wundern, wenn man nicht nachgemeldet wird…
    Zumal es vermutlich noch immer das „fairste“ System ist.

    Bzgl. der Kapazitäten und der STEP, im Nachhinein muss ich sagen, dass das Selbststudium eine Menge an Zeit spart (bzw. gespart hätte) und dank der sehr guten Online-Unterstützung (vor allem die Diskussionsforen, da lässt sich eigentlich jede Kleinigkeit klären), gibt es meiner Meinung nach im Vergleich zur Vorlesung keinen Nachteil, außer man lässt sich gerne Folien und Ähnliches vorlesen. Von daher könnte es ja eigentlich hilfreich sein, die Erstsemestrigen stärker darauf hinzuweisen, damit diese die Möglichkeiten besser nützen? Klar, viele argumentieren dann sicher in die Richtung, dass man in der Vorlesung den Vortragenden fragen kann, aber bei 100 und mehr Leuten machen das sowieso die wenigsten während der Vorlesung und danach den Vortragenden belagern ist auch nicht unbedingt die Lösung, zumal man oft selbst keine Zeit hat. Aber wie schon gesagt, vor allem in den Vorlesungen der STEP sind die Foren sehr hilfreich und man kann sich jede Kleinigkeit erklären lassen, was bei den meisten Dingen eh schon zig Mal gemacht wurde…

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