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Der Semesterstart rückt immer näher

Die Sommeruni der WU ist bereits gestartet, die Inskriptionen laufen seit Anfang Juli auf Hochtouren und bald startet das Wintersemester 2010/11. Um den Einstieg ins Studium an der WU zu erleichtern, bieten wir rechtzeitig vor Studienbeginn WU Campus Days an. Falls Sie sich dazu noch nicht angemeldet haben, können Sie das nach wie vor tun! Selbstverständlich freuen wir uns auch, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit den Campus Days hier mit uns teilen.

Auch heuer erwarten wir wieder eine Vielzahl an Studienanfänger/innen, was die hohe Ausbildungsqualität der WU bestätigt. Der kontinuierliche Zuwachs an Student/inn/en zeigt uns, dass sich die Studienfächer der WU großer Beliebtheit erfreuen. Darüber freuen wir uns sehr. Doch leider sind wir mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem mehr als vier Mal so viele Personen ein WU-Studium beginnen als Kapazitäten vorhanden sind.

Die letzten Wochen haben es wieder einmal gezeigt: Politische Diskussionen verlaufen oft im Nichts, fehlende Entscheidungen und fehlende verbindliche Ergebnisse aus dem Hochschuldialog führen dazu, dass wir (vorübergehende) Regelungen für die Eingangsphase finden mussten, um die derzeitige Situation an der WU bewältigen zu können.

Wir haben uns entschlossen, mit Start der Inskriptionsfrist am 5. Juli, den angehenden WU-Studierenden ein Informationsblatt auszuhändigen, in dem wir auf Engpässe und Wartezeiten während des Studiums hinweisen. Warum wir das getan haben? Wir empfinden es als fair, Studienanwärter/innen schon im Vorfeld über Infrastruktur, Kapazitätsgrößen und Auslastungen zu informieren. Denn es ist ein Ziel der WU, allen engagierten Studierenden optimale Studienbedienungen zu bieten und ihnen einen raschen Studienfortschritt zu gewährleisten.

Leider können wir nur in kleinen Schritten tätig werden. Unsere Möglichkeiten und Mittel, innerhalb des gesetzlichen Rahmens Veränderungen zu bewirken, sind sehr eingeschränkt. Durch die neu strukturierte Eingangsphase, die mit dem neuen Wintersemester startet, können wir Kapazitäten schaffen, um der Vielzahl an Studierenden etwas bessere Studienbedingungen bieten zu können. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die (Aus-)Bildung engagierter Studierender zu fördern, einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen und die Studierenden auf den Berufsalltag bestmöglich vorzubereiten.

Es ist mir ein persönliches Anliegen, alle notwendigen Informationen bestmöglich zur Verfügung zu stellen. Das Informationsblatt und in weiterer Folge dieser Blog sollen dabei unterstützen.

In diesem Sinne, freue ich mich auf Sie und das kommende Semester!

1 Diskussion über “Der Semesterstart rückt immer näher”
  • Sehr geehrter Herr Rektor Badelt,

    Sie haben sich in der Debatte um die Studienbedingungen an der Wirtschaftsuniversität mit einem Brief an alle StudienanfängerInnen und Studierende gewandt. In diesem versuchten Sie sich für die unmöglichen Studienbedingungen an der Wirtschaftsuniversität zu rechtfertigen. Das ist natürlich Ihr Recht. Jedoch wollen wir Sie zur Ehrlichkeit ermahnen und fordern Sie hiermit auf bei der Wahrheit zu bleiben.

    Sie sprechen davon, denen „die ernsthaft ein wirtschaftswissenschaftliches Studium anstreben“ sowie „Studierenden die Leistung erbringen wollen, gute Ausbildungsplätze zu gewähren“, sodass diese in ihrem Bildungstreben gefördert werden können.
    Laut der Studierenden Sozialerhebung müssen 45% aller Studierenden arbeiten um sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Dabei kommt es, aufgrund der nicht gegebenen Vereinbarkeit von Arbeit und den verschulten Studienplänen der WU, zu Verzögerungen im Studium. Außerdem ist der Leistungsbegriff an der WU sehr eng. Leistung wird einzig und allein über erbrachte ECTS pro Semester definiert. Diese Art der Erfolgsmessung schließt viele Studierenden kategorisch aus. Es wird ihnen sogar unterstellt, ihr Studium nicht ernsthaft zu betreiben. Lieber Herr Rektor, unter fairen Bedingungen für alle Studierenden verstehen wir etwas anderes!
    Noch letzten Herbst sprachen Sie in einem Falter Interview davon, dass die damalige Knock-Out Phase unwürdig, menschenverachtend und bildungspolitisch verrückt sei. Ihnen ist das Problem also durchaus bewusst und dennoch verschlimmern Sie die Situation noch weiter, indem Sie neue Studienhürden, wie die verschärften Sequenzierungen der Studieneingangsphase einführen. So haben es auch Vollzeitstudierende nicht gerade einfach ihr Studium „ernsthaft“ zu betreiben. Ein Anmeldeverfahren zu den PIs, das einem Lotteriespiel gleicht, zu wenig Plätze in den Sbwls und Spezialisierungen, das Abschaffen der Freien Wahlfächer, ein Drop Out von 80% bei Prüfungen und die Probleme mit den Anrechnungsmöglichkeiten bei Auslandsemestern verhindern dieses „ernsthafte“ Studieren. Diese Liste lässt sich noch endlos fortführen und entlarvt die Aussage, Studierende in ihrem Bildungstreben fördern zu wollen als leere Floskel.
    Dies ist ein Bereich in dem viele Verbesserungen möglich wären, wenn eine langjährige Forderung von uns, der Lehre mehr Geld zur Verfügung zu stellen, endlich erfüllt würde.
    Stattdessen werden in diversen Online-Medien regelmäßig Annoncen geschaltet und Jahr um Jahr, Geld in dubiose Uni-Rankings gepumpt. Der Nutzen dieser Investitionen ist jedoch zu bezweifelt. Ein Ranking sagt nichts über die Qualität der Lehre aus. Es liegt natürlich der Verdacht nahe dass dieses Geld nur hinausgepulvert wird mit dem Versuch die Wirtschaftsuniversität in der Öffentlichkeit als „die Beste“ darzustellen, also zu dem einzigen Zweck, Ihr Ego zu befriedigen.
    Noch schlimmer ist allerdings Ihre Aussage, in der Sie ankündigen, nicht allen BachelorabsolventInnen einen Master-Platz zur Verfügung zu stellen. Wir erinnern Sie hiermit gerne an die rechtliche Situation bzgl. Master-Beschränkungen. Laut § 64 Absatz 5 UG „ist sicher zu stellen, dass die Absolvierung eines Bachelorstudiums an der jeweiligen Universität jedenfalls ohne weitere Voraussetzungen zur Zulassung zu mindestens einem facheinschlägigen Masterstudium an dieser Universität berechtigt.“ Die Universität muss also einen Platz zur Verfügung stellen!

    Trotz all dem können Sie mit unserer Unterstützung, bei Ihrer Forderung nach mehr Geld für die Universitäten rechnen. Leider sind während der letzten 15 Jahre, als das Wissenschaftsministerium von der ÖVP geführt wurde, diese strukturell kaputt gespart worden. Wir schließen diesen Brief daher mit dem Appell ab, den Stellenwert von Bildung endlich wieder zu erkennen. Die Universitäten deshalb auszufinanzieren, sie nicht zu beschränken und vor allem, jeder/m die Möglichkeit zu bieten ein Studium zu beginnen.

    Hochachtungsvoll
    Ihr Vsstö

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